die zeit und die freiheit

von freiheit und der zeit

 

das leben ist magisch. die magie ein zauberer welcher uns in der welt in der wir leben mit fühlen lässt, er lässt uns fühlen wie wundervoll das leben sein kann, wenn man sich dafür entscheidet das leben selbst in die hand zu nehmen. gestaltungsräume öffnen sich.
ein unsichtbarer freund. ein geistiges hauch von nichts. du spürst seine anwesenheit. er ist da und du fühlst dich geborgen. in seinem arm. riechst an seinem puls. ich staune, ich begeistere mich, bin mit dem universum eins. mit seiner unendlichen und tiefen wahrheit verbunden. ich strecke meine fühler, meine hände zum himmel hinaus und rufe lauthalsig: “ ja“. ein schrei welcher aus dem herzen in die welt ruft, in den raum das wie die lodernde pfeile amors aus dem gewebe einem die unendlichkeit herauslockt und für dich da ist, eine fürsorgliche hand in die ich mich fallen lassen kann, vertrauen.

es wird hell, alles ist klar. ein anderer raum für die geschichten, die das leben schreibt. jeder traum den ich spüre, jede begegnung die ich fühle. in jeder sekunde bewusst erlebter augenblick lässt mich fühlen, was die wahrheit ist. wer will sie schon hören. niemand interessiert sie. sie ist so rein, sie ist so, das jeder schein der auf sie fällt in sekundenschnelle vergeht. keine hintertür. kein verlangen mehr nach einer uhr. eine zeitlose begegnung mit dem leben an sich. los, ich traue mich.

ein warmer kamillenöl ergießt sich auf meiner haut, ihr eine hauchdünne schicht aus einer unscheinbaren wolke voller gaben. eine haut die so manchmal auch wie eine grenze ist. sie lässt einen nicht durch. die poren sind verschlossen. das wesen kann nicht raus. heute geschlossen. immer wieder eine entscheidung. fühlen, ist so manches mal eine einfache form von anwesenheit im glück. sich fühlen mit dem was ist. annehmen. akzeptieren. sein. und das was ist, ist einfach wie ein geschenk, welches ein kind an weihnachten unterm tannebaum findet. es wartet auf den tag, stunde um stunde. auf den richtigen moment. die minuten werden kürzer, es darf nur zur einer bestimmten zeit das geschenk an sich nehmen. wenn der stern am himmel aufleuchtet. es ist geduldig. die geduld ein patient. ein jemand der warten kann, der es nicht eilig hat, der anhält und spürt. der spürt die erde unter den füssen. die füße selbst. die beschaffenheit des bodens und vielleicht auch die steinchen die am ufer zu finden sind. er steht und schaut sich um. er sagt, „hier stehe ich jetzt“. ein jemand der schaut, fühlt, spürt, nimmt wahr, ist da. er und der augenblick. der augenblick, die zeit. mit der zeit im augenblick. sein.

so oft sagen wir „ich habe keine zeit“ und genau das ist es was uns bleibt. wir machen weiter. wir werden wach. wir stehen auf und gehen raus. wir machen dinge, reden und tun und uns die gelegenheit entrinnt uns mit der zeit zusammen zu tun. um sie zu begreifen. sie zu spüren. zu tasten. verstehen und wieder fasten. mit ihr zusammen eine runde spazieren gehen. mit ihr singen, spielen, leben. ein hauch von zärtlichkeit am frühen morgen. ein kuss ohne sorgen. etwas mit dir reden, das wäre schön. von dir erfahren, von deinem gefühl. die kraft die in dir ist spüren. dich mit ihr wahrnehmen, so wie du bist, im hier und jetzt. fühlen.

der geist flüsterte mir von seinem gefühl. von dem was seine träume sind. seine gedanken , vorstellung, seine phantasiereichen erzählungen. er sprach und ich hörte zu. ich wartete schon seit längerem auf ein zeichen von ihm. ich sah ihn täglich in gedanken und gab ihm eine mir bekannte form. seine gestalt war, wie die dessen den ich schon kannte. genauso wie er war. nicht anders, jedoch lebendig und wahr. ich stieg in das wasser. hinein in die flut. er nahm mich mit auf eine reise. eine reise in die magie der wut. den man sagt, die wut tut gut. jenes gefühl das uns treibt. wohin, warum, weshalb. jedoch nicht jeden und nicht alle.

herzensgeliebter im sinn gebadeter. ich träumte sich in die phantasiewelt meiner vorstellungskraft und fühlte meinen körper und die aufsteigende lust. ich schloss die augen und verbunden für die zeit in der die frust ganz woanders war, mit seiner lust. mein körper windete sich, machte einen bogen. ich spürte, als ob seine hand unter meinem rücken meinen körper wie eine feder hält. er war nicht der held. die zweite freie hand streicht sanft die vorderseite bis zum hals und über die haare hinüber. ich genoss diese achtsame haltung seiner präsenz und fiel so tiefer in mich selbst, sich dem augenblick anvertrauend. mein körper windete sich in seine richtung. einfühlsam und mit intuition der ganzheitlichen verbindung studierte er jeden winkel und jeden milimeter meiner impulse und schaute mich an ohne mich dabei zu beschämen. der gegenwärtige zustand der unendlichkeit schien nicht gleichgültig. sie kümmerten sich nicht mehr um die anderen und die zeit schmelzte wie die gletscher an einem frühlingstag. der innere seelenplan verwandelte die äusseren umstände der sich liebenden in eine art von „ohhh“. eine bewunderung oder besser ein wunder. wie brüder im wind.

folge deiner seele, folge deinem traum. so oft lass ann solche nachrichten im internet und die werbung machte es ihr vor. pläne machte sie nicht. sie fühlte sich geborgen und angekommen, sie suchte nichts und hat nichts bekommen. ihr hafen gefunden. was  bleibt ist die sehnsucht. eine sehnsucht war wie ein feuer. ein element. sie erhitzt das holz und die kraft steigt nach oben zu himmel hinaus. freude entsteht. und das gefühl von freude konnte ann jetzt gut gebrauchen. die trauer um den geliebten menschen zu dem sie den kontakt verloren hat, hat sie innerlich geglättet wie das salzige wasser, welches die ufer der ozeane durch die natürliche säure vom plastik befreit. ein zyklus das nie zu vergehen scheint. fühlen. lieben. sein. ann war mitten in ihrem leben und sie lebte ihren traum. oder der traum lebte sie. sie wusste es nicht ganz genau.

„lebe das leben das du willst, oder finde gründe dafür warum das nicht geht .“ carlos castaneda

manchmal da fühlte sie sich wie als ob sie die ganze welt in sich trug. als ob jeder mensch, jede pflanze, jedes tier, und jeder stein in ihr drin ein platz gefunden haben. viel raum. vergessen konnte sie ihn jedoch nicht. für freiheit scheint ein hoher preis zu bezahlen zu sein. freiheit ein begriff nach dem viele die hände zum himmel ausstrecken um nach dem stern zu greifen. freiheit von was und freiheit wo für. sich selbst in dem anderem nicht verlieren. im fremden den spiegel eigener handlungsunfähigkeit erkennen. einsicht gewinnen. der sieger oder versager. das opfer und der täter. der jäger oder der sammler. ein ja oder ein nein. spielen. wir haben immer die wahl. und die gelegenheit. chancen. fühlen impulse. gehen ihnen nach oder halten sie zurück. vielleicht aus angst vor konsequenzen. ich bin immer nicht allein. das muss mir klar sein.
ann wünschte sich auch einmal wirklich die absolute stille mit ihren sinnen wahrnehmen zu können. für einige sekunden, minuten, keine stunden. ein vogelgesang, keine vorbeifahrenden autos, die schweerelosigkeit auch nicht die gravitation. die kommunikation erschien ihr auch nicht mehr das mittel zu sein, welcher ann die augen für das wesentliche hätte endlich öffnen können. sie war so blind, so naiv, und ihre haltung so im mittelpunkt zentriert, dass nicht einmal die vorstellung an die insel von der sie wieder in der letzten nächten träumte, hat ihr das vermitteln können, was für sie unwichtig zu erfahren war. immer der nase nach. die uhr im nacken. die zeit in heutiger zeit. die freunde die keine wahren freunde sein wollten. einmal körperlos sein. nicht fühlen meer. wäre das frei oder doch lieber high? warum auch nicht. nein. ich weiss es nicht. vielleicht ein zaubertrank. ein elixier. denn gehen, mochte sie nicht. meer. die enttäuschung und der kummer haben sie bereits überholt. sie waren schneller als ann. ann hielt an und wurde nur noch langsamer. wie eine schnecke. in kleinen schritten voran und wie ein krebs wieder zwei schritte zurück. vor und zurück. rein und raus. die frust war sehr nahe und der hintergrund war ann bekannt. sie wusste ganz genau was sie brauchte jedoch das was sie brauchte und sie wusste das dies ihr hätte helfen können war für sie unerreichbar. wie, wenn ein kleinkind versucht auf zehenspitzen von oberster schublade etwas aus dem schrank der großmutter herunter zu holen, etwas das wie der stern ganz weit oben liegt und das kind die grösse noch nicht erreicht hat die ihr helfen würde ihr wahres zu hause zu besuchen.  das befand sich im universum, irgendwo  und dazwischen, sie wusste die genauen koordinaten nicht mehr. die erde war nur geliehen. ein ort an dem sie nur versehentlich verweilte , vielleicht war nur der platz an dem sie jetzt war nicht der richtige. sie wusste es nicht. vielleicht sollte ich mir eine leiter holen, dachte ann. jedoch würde ich in den wolken den richtigen stern erkennen. wüsste ich welcher von ihnen der meiner ist. es sind milionen, miliarden oder noch mehr. ann hielt wieder inne und wurde nachdenklich. vielleicht, vielleicht wird er sich mir zeigen, mir ein zeichen geben. ann war nicht an irgendeinem stern interessiert. vielleicht kann ich auch mehrere sterne miteinander verbinden, so acht oder zehn schwebten ihr vor. etwas sehr in die gegenwart versunken, fiel ann es jedoch schwer sich weitere wege auszumalen die ihr hätten als ersatz für den verlusst ihres lieblingsmenschen dienen können. so holte sie die realität immer wieder vom himmel auf die erde herunter, sobald sie sich von ihr zu weit hat entfernen wollen. wie die hunde, die sie hin und wieder mit ihren besitzern spazieren gehen sah. alle von ihnen hatten eine kette am hals gebunden und einige waren langen, wiederum andere kurz. warum machen menschen sowas mit anderen lebewesen. wenn der mensch sich in selbige lage hineinversetzen würde, würde er das doch auch nicht mögen an einer leine geführt zu werden, auch würde er nicht gut finden wenn ihn jemand bremst sobald er die anderen hunde doch bloss nur beschnüppern möchte. sie begrüßen.

das würde auch sichtbare stellen am hals hinterlassen und womöglich auch zur verletzungen führen wenn der hund den menschen an der leine führen würde. die vorstellung darüber solch ein fixierband am körper gebunden zu haben mag manch einem die phantasieflüggel breiter werden lassen, und in so manchen scenen spielen gruppen von menschen gerne die versklavten, und niemand kann sie sehen, denn sie haben sich versteckt. ob ein hundeswesen das toll findet solch eine leine am hals zu spüren , steht ihm darüber nicht zu entscheiden, so hat der mensch über das fremede wesen entschieden. ein thema der macht und dem umgang mit energien. möglich das dies tabuthemen anstreift. themen denen sich niemand zu widmen scheint zu mögen.

ann fühlte mit den hunden mit und konnte nicht helfen. sie konnte sie nicht befreien. sie sollte sich nicht einmischen, das wäre nicht tapfer, nicht weise, nicht zivilisiert. sie schaute hin und wunderte sich. wunder soll es geben. wahrscheinlich ist der blick falsch ausgerichtet. die total verblendung wäre hier wohl die lösung, denn sobald sie ihr herz in die richtung aufschloss, da weiteten sich auch gleich die pupillen. kappa, so hiess der nachbarshund. ein schockobrauner mischling kompakter statur. seine augen wie zwei honigkuchen. glanzvoll und süss. sein fell glänzte. sein schwanz wedelte, wohl ein zeichen von freudiger erregung. für ann war es ok dass er an ihr herumschnupperte,  der besitzer sagte jedoch, dass der kappa jetzt zu dominieren versucht und zog an der leine ihn von ihr weg. ann erinnerte sich auch gleich an die alte kira und die vera. zwei hündinen mit denen sie in einer früheren partnerschaft fünf jahre zusammen lebte. beide, zwei sogenannte kamfhündinen, beide aus tierheimen stammend.  jetzt, jetzt lebte sie mit zwei erwachsenen katzen und vier katzenkindern zusammen und ein leben ohne tiere hat sie sich nicht mehr vorstellen können, oder doch? sie liebte die utopische stimmung der mit anarchie getränkten räume die sie bereits besucht hat. die freiheit kannte ann von zu hause aus. ein zu hause an dem sie sich geliebt, geschätzt, geachtet, respektiert und akzeptiert fühlte. es war nicht von anfang an so. ann formte ihr eigenes zu hause in dem die bewohner samt der tiere eine sich selbstregulierende wohngemeinschaft bildeten.  wer freiheit kennt, kann freiheit geben. und freiheit steht der wahrheit nahe. so wusste sie in ihrem tiefsten sein, dass sie alles richtig machte, auch wenn sie all die regeln brachte, die vom menschen jemals erfunden wurden. sie mochte es nicht ein sklave der gesellschaft zu sein, einer gesellschaft die die das wort der integration so oft missbrauchte. im sinne der assimilation wurde das wort dazu benutzt sich einer kompletten angleichung an das was schon ist, an ein vorgefertigtes konzept. kein freies entscheiden. kein spielraum das dem leben erlaubt den moment mit zu gestalten.  eine neinsagerin ist auch ein bisschen wie eine wahrsiegerin. nur handlesen, das konnte ann noch nicht. und auch wenn sie wusste , das sie es nicht konnte, hat sie dadran auch wenig ambitionen verspürt die kunst des freien erzählens erlernen zu sollen. irgendwann muss ja auch gut sein mit dem lernen. irgendwann ist jetzt. fertig. wie ein honigkuchen das samt aller zutaten nach 40 minuten frisch für den verzehr aus dem ofen kommt. für geniessergaumen und zungen mit freude am schmecken, tasten spüren.

wo führt das alles überhaupt hin?

wo führt das alles hin

all die fragen sind in diesen tagen,
um es nicht zu sagen, leer.
pulsieren.

die erde bebt.
ich schliesse die augen.
niemand schläft.

bist du bereit für diese meise,
wie zu den sternen, leise reise.

weisses licht, schein, sein.
wo führt das alles hin.
eineinein. hinein, hinein, hinein.

 

herzlich willkommen