träume

die welt wird traum,
der traum wird welt,
und was man geglaubt,
es sei geschehen,
kann man von weitem erst
kommen sehen.
novalis (astralis)

 

Träumen ist der älteste spirituelle Weg der Menschheit.

Träumen wurde bereits vor der Herausbildung der Weltreligionen als geistige Schulung für den Umgang mit etwas umfassend unbekanntem´ von Menschen verwendet. Ignorieren wir diese Fähigkeiten, so geben wir kulturelle Schätze der Menschheitsgeschichte dem vergessen Preis, um der Marketingstrategien globalisierter Konzerne zu werden. Arnold Mindell hält diese Tendenz unserer Kultur als ursächlich für die Zunahme depressiver Erkrankungen. Aber auch ein bloß psychologisches Verständnis unseres träumens, wie etwa die Erfüllung von wünschen, die uns in der Konsensrealität nicht möglich erscheinen, beraubt uns der umfassenden Dimension des Träumens und reduziert diese wieder in ihrem Bezug auf die Konsensrealität. (bernhard schlage, seite 15, leben in der traumhütte) wofür hat uns die natur diese fähigkeit mitgegeben?

 


Webe deinen Traum

Traumkräuter, das sind Pflanzen, die von Naturvölkern verwendet werden, um Träume zu intensivieren und die Erinnerungsfähigkeit an das Geträumte zu verbessern. In diesen indigenen Kulturen haben Traumkräuter auch die Funktion, mit den Ahnen in Verbindung zu treten.


Traumfänger,
sie schützen den Träumer vor Albträumen doch nur die, die in ihrer Mitte offen sind, können uns träume bringen. Traumfänger, auch unter der englischen Bezeichnung „Dreamcatcher“ bekannt, blicken auf eine lange Geschichte zurück.
Traumfänger stammen aus dem Kulturkreis der Indianer, genauer aus der Ojibwe-Kultur. Obwohl sie sich optisch oft ziemlich unterscheiden, haben doch alle Traumfänger eine Grundform gemeinsam, nämlich ein von einem Reifen umrahmtes Netz. Dem alten, überlieferten Glauben nach, wird angenommen, dass die schlechten Träume in eben diesem Netz hängen bleiben, wo sie später von der Morgensonne neutralisiert werden, wohingegen die schönen Träume den Weg hindurchfinden. Dieser Glaube verlieh dem Netz dann auch zu seiner Bezeichnung: Traumfänger. In der Sprache der Indianer liest sich das „bawaajige nagwaagan“, was so viel wie „Traumfalle“ bedeutet. „Titlahtin“ nannten die Azteken den Traumfänger. Viele Sagen und Legenden rund um den Traumfänger, wurden übrigens von den Anishnabe- und den Ojib-Indianern überliefert, entgegen der weitläufigen Meinung, dass der Ursprung aller Erzählungen bei den Lakota-Indianern verwurzelt ist. In den 60er- und 70er-Jahren übernahmen dann auch andere indigene Völker in Nordamerika den Begriff „Traumfalle“.

Die Legende des Traumfängers der Ojibwa (Chippewa) Indianer

 

Der Erzählung nach gab es damals eine sehr traurige und alte Frau des Stammes der Ojibwa-Indianer. Der Grund für ihre Traurigkeit, war ihre kleine Tochter, die nachts von bösen Albträumen heimgesucht wurde und deshalb sehr schlecht schlafen konnte. So ging die Frau zur weisen und alten Spinnenfrau und klagte über ihr Leid. In ihrer Verzweiflung bat die Mutter um Rat.

Die Spinnenfrau wusste was zu unternehmen war und sagte zur Frau: „Nimm einen Zweig der Weide am Fluss und biege ihn zu einem heiligen Kreis. Benutze dazu eine Schnur, die auf heiligen Kräutern getrocknet wurde. Während du die Knoten in den Kreis knüpfst, sprich die heiligen Worte und webe nur schöne und liebevolle Gedanken in das Netz. Lasse aber eine Öffnung in der Mitte des Netzes, damit nur gute Dinge hindurch gelangen können. Hänge zusätzlich heilige Federn an den Weidenring, damit nur die Träume der guten Geister den Weg durch Öffnung in der Mitte finden. Die bösen Geister bleiben im Netz hängen und werden im Morgenlicht verenden.“

Den Rat der alten Spinnenfrau befolgte die Mutter und fertige sorgfältig den Traumfänger an. Nachdem sie den Traumfänger über das Bett des Kindes anbrachte, konnte die Tochter endlich wieder ruhig und ohne Albträume schlafen. Traumfänger versprechen nicht nur ruhige Nächte sondern auch schöne Träume, Glück und Harmonie fürs ganze Leben. Die Chippewa Indianer hängen Traumfänger nicht nur über Kinderbetten, sondern in jeden Raum. Denn Träume vergehen nie, deshalb sollen nur die guten Träume anwesend sein.

Die Überlieferung der Traumfänger der Azteken

Bei den Azteken erzählte man sich folgende Geschichte: Wenn es draußen dunkel wird und die Erdenmenschen müde und schläfrig werden, beginnen die Geisterenergien mit ihren mannigfaltigen Wesen und Unwesen. Einige dieser Energien verwandeln sich in Träume. So wie es gute und schlechte Geisterenergien gibt, gibt es auch gute und schlechte Träume. Schlechte Träume sind ein Zeichen bösen Zaubers und können Krankheiten mit sich bringen.

So erzählten die Alten folgende Geschichte, um gegen bösen träumen verschont zu bleiben.
„Es war eine Ahnfrau, die sehr unglücklich war. Jede Nacht weinte ihr Kind zusammen mit den Kojoten, da ihr im Schlaf schlimme Träume böse Geschichten erzählten. Die Ahnfrau wusste dem Kind nicht mehr zu helfen und bat die Spinnenfrau um Rat. Die Spinnenfrau war viel älter und weiser als die Ahnfrau. Diese bog aus dem Holz der Bäume am Wasser einen Ring, der nicht größer als der Kopf des Kindes war. Dann verwandelte sich die Spinnenfrau in eine Spinne und spann kreuz und quer Fäden in den Ring. Als sie damit fertig war, flochtet sie Gegenstände von großer magischer Kraft in das Netz.

  • die Rassel der Klapperschlange
  • die Wurzel einer Zauberpflanze
  • einen bunten Stein
  • das Haar des Bären und des Büffels
  • und viele andere Gegenstände mit magischer Kraft

Als die Spinnenfrau damit fertig war, übergab sie der Ahnfrau das Netz. Nimm es und hänge es über die Wiege deines Kindes. So wird kein schlimmer Traum mehr Kraft über dein Kind bekommen. Es wird bewirken, dass keine schlechte Energie mehr in euer Tipi kriecht, es wird alle diese Kräfte fangen und sammeln. Am Morgen werden diese mit der Nacht verschwinden. Zeige das Netz deinen Brüdern und Schwestern und webt euch selbst Netze, damit die bösen Träume die Macht über deine Geschwister verlieren. Und so ging die Ahnfrau zurück ins Dorf und tat, wie es die Spinnenfrau ihr geraten hatte.“

Und wie die Ahnfrau von der Spinnenfrau gelehrt bekam, so wird die Technik auch noch heute angewandt: Wir biegen den Zweig vom Baum am Wasser zum Ring und flechten Gegenstände von magischer Kraft in ein Geflecht aus dünnen Därmen. Als magische Gegenstände werden Perlen, das Haar des Pumas, der Zahn des Bären, sowie Muscheln und Steine in das Netz geflochten. Wir hängen den Traumfänger über unseren Schlafplatz oder tragen einen kleineren davon auf unserem Kopf. Wir Azteken weben auch viele Federn in dieses Geflecht, denn Federn haben eine besonders große magische Kraft. Der Traumfänger heißt in der Sprache der Azteken „Titlahtin“. Das bedeutet übersetzt: „Das, was mich beruhigt“.

Die Überlieferung des Traumfängers bei den Lakota – Sioux

Die folgende Legende berichtet vom umgekehrten Gebrauch des Traumfängers. Vor langer Zeit, als die Erde noch sehr jung war, stand ein alter Lakota – Sioux hoch oben auf einem Berg und hatte eine spirituelle Vision. In diesem Traum erschien ihm Iktomi, der trickreiche Lehrer der Weisheit, in der Gestalt einer Spinne. Iktomi sprach zu ihm in einer geheimen Sprache die einzig und allein nur der Lakota verstehen konnte.
Während Iktomi sprach, nahm dieser Pferdehaar, Federn und Opfergaben versehenen Weidenreif des ältesten Lakota und begann ein Netz zu weben. Währenddessen sprach er mit dem Ältesten über den Lebenszyklus; Wie wir unser Leben als Babys beginnen, voranschreiten zur Jugend und langsam erwachsen werden. Zuletzt kommen wir in ein Alter, wo wir wieder genauso umsorgt werden müssen, wie ein Baby, was den Kreis des Lebens schließt. “Aber“, sagte Iktomi, während er das Netz weiter spann. „In jeder Zeit des Lebens gibt es Herausforderungen viele gute und schlechte. Wenn auf die guten Herausforderungen gehört wird, dann werden sie dich in die richtige Richtung führen. Wenn aber auf die schlechten gehört wird, dann werden diese dich erhören und in eine falsche Richtung führen.“
Während die Spinne sprach, webte sie weiterhin ihr Netz. Als Iktomi fertig war, gab er dem Ältesten das Netz und sagte: „Schau, das Netz ist ein perfekter Kreis, aber da ist ein Loch im Zentrum der Mitte.“ Er sagte weiter: „Verwende das Netz, um dir selbst und deinem Volk zu helfen und um eure Ziele zu erreichen und die Ideen deines Volkes, die Träume und Visionen richtig umzusetzen. Wenn du an den großen Geist glaubst, werden die guten Träume im Netz hängenbleiben, während die schlechten durch das Loch fallen und vergehen.“ Der Lakota gab seine Vision an sein Volk weiter, und die Sioux Indianer verwenden die Traumfänger als Netz des Lebens. Der Traumfänger wird über die Betten oder im Haus aufgehängt, um die Träume und Visionen zu sortieren. Das Gute der Träume bleibt im Netz des Lebens und schützt, während schlechte Träume im Loch des Netzes verschwinden und nicht länger Bestandteil des Lebens ist. Die Sioux glauben, dass der Traumfänger das Schicksal Ihrer Zukunft hält. Quelle: „Was der Wind uns singt“ – Indianische Weisheiten von Xokonoschtletl

Überlieferung zum Traumfänger der Aborigines (Ureinwohner Australiens)

Bei den Aborigines diente die Seelenfrau des Stammes als Traumfängerin. Alle Menschen träumen, doch viele vergessen die Träume oder machen sich nicht die Mühe, an die Träume zu erinnern und die darin enthaltene Botschaft zu entschlüsseln. Doch Träume sind Schatten der Realität! Von allem was täglich um uns herum passiert, gibt es ein Abbild in unserer Traumwelt und dort findet man zu allem eine Antwort.
Bei den Aborigines wurden Spinnennetze bei den Zeremonien als Hilfsmittel eingesetzt. Sie baten das Universum auf diese Weise um eine Führung durch die Welt der Träume um die Botschaften in den Träumen zu deuten. So gab es Ahnenträume, Wachträume, Schlafträume und viele mehr. Die Stammesangehörigen nahmen die Hilfe der Traumfänger bei den unterschiedlichsten Problemen in Anspruch. Gab es zum Beispiel Beziehungsprobleme mit einem anderen Menschen oder Probleme mit der Gesundheit, dann suchten sie die Antwort stets in den eigenen träumen. Für uns „anders glaubende Menschen“ gibt es jedoch nur einen Zugang zur Traumwelt, nämlich über den Schlaf. Aber die „wahren Menschen“ können auch im wachen Zustand in einen Traum verfallen. Dies wird durch eine besondere Atemtechnik, Konzentration und Meditation ermöglicht. Die Stammesangehörigen träumen nachts nur, wenn sie einen Traum herbeigerufen haben. Der Schlaf ist für sie eine wichtige Zeit der Ruhe und Erholung. In diesen Stunden wird die Energie voll auf den Schlaf fokussiert. Sie glauben, dass die „anders gläubigen Menschen“ nur nachts träumen können, weil es in ihrer Gesellschaft nicht erlaubt ist, auch tagsüber zu träumen. Quellennachweis: „Traumfänger“ von Marlo Morgan

Raum für Träume

Traumarbeit

 

 

mit dem traum verbunden sein

 

„in der dunkelheit und mit geschlossenen augen, sah ich, wie mein vater und ich zwei schlangen zu zähmen versuchen. sie schlingelten ihre körper in der für schlangen typischen bewegung  … ich erwachte …“
wir träumen alle, in jeder nacht unseres lebens. träume helfen uns eine form von kreativität, intuition, erkentniss und sensibilität zu entwickeln, mit der wir unser leben einfach gestalten können.

lass dich fallen,

lerne schlangen beobachten, pflanze unmögliche gärten.
lade jemanden gefährlichen zum tee ein,
mache kleine zeichen, die „ja“ sagen und
verteile sie überall in deinem haus.
werde ein freund von freiheit und unsicherheit.
freue dich auf träume.
weine bei kinofilmen, schaukle so hoch du kannst
mit deiner schaukel bei mondlicht.
pflege verschiedene stimmungen,
verweigere „verantwortlich zu sein“,
tue es aus liebe.
glaube an zauberei, lache eine menge,
bade im mondlicht.
träume wilde phantasievolle träume,
zeichne auf die wände.
lies jeden tag.
stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit kindern, höre alten leuten zu.
spiele mit allem, unterhalte das kind in dir,
du bist unschuldig, baue eine burg aus decken,
werde nass, umarme bäume,
schreibe liebesbriefe.

kinderträume und ihre bedeutung

alan siegel und kelly bulkeley`s  nehmen uns auf eine reise in die kindliche seele. in ihrem umfassenden ratgeber, geben und der kinderpsychologe und die traumforscherin orientierende hinweise die die bedeutung der träume ins zentrum stellen. die amerikanischen experten führen eltern in diesem buch grundlegend in die welt der kinderträume ein. sie erläutern, wie sie ihrem kind am besten helfen, sich an träume zu erinnern und darüber zu erzählen. und sie erklären anhand von zahlreichen fallbeispielen, auf welche weise sie gemeinsam mit ihrem sohn oder ihrer tochter die traumbilder der nacht erforschen, verstehen und deuten können.

aus dem inhalt:

* als familie zusammen träumen
* die verspielte kreativität von kinderträumen
* der bunte zeigen häufig verbreiteter traumthemen bei kindern
* hilfe bei alpträumen: so können sie gemeinsam mit ihrem kind die dämonen der nacht bändigen
* träume des heranwachsens: vom kleinkindalter bis zum ende der adoleszenz
* träume und familiäre veränderungen: scheidung, adoption, gemischte familien und neue geschwister
* erste hilfe bei kriesenträumen: traummuster als reaktion auf verletzungen, invalitität, mißbrauch und schmerz
* transzendente visionen: träume und das spirituelle leben von kindern
* soziale einflüsse auf kinderträume: fehrnsehen, stereotype geschlechterrollen und die zustände in der welt
* ihre träume als eltern
* das traumarbeitsbuch

dieses werk kannst du gerne hier erwerben: kinderträume und ihre bedeutung

vom leben in der traumhütte

„unser gefühlvollstes aktives leben wird in unseren träumen gelebt,
unsere zellen erneuern sich am eifrigsten in unserem schlaf… “ 

mit diesem vers nimmt uns der autor auf eine faszinierende reise rund um den globus des träumens. das buch „vom leben in der traumhütte“ möchte dem interessiertem publikum, ein werk an die hand geben, mit hilfe dessen der leser, ein fundiertes spektrum an impulsen bekommen kann, mit denen er die erfahrungen des nächtlichen träumens in seinen alltag integrieren oder wandeln kann.
das werk gibt auf fragen wie beispielsweise: warum menschen sich mit ihren träumen beschäftigen umfassende erklärung sowie beinhaltet praktische hinweise, wie wir unser traumerleben zur selbstheilungszwecken nutzen können.
seine aufteilung in kapitel erfolgt nach himmelsrichtungen. dem liegt eine indianische philosophie zugrunde, gemäß der aller aspekte der lebenserfahrung in einem kreis zu ordnen sind.

 

aus dem inhalt:

* vom leben in der traumhütte ( wie der autor zum träumer wurde)
* gewahrsein unserer lebenserfahrung (von der gesellschaftlichen bedeutung der traumarbeit zu beginn des dritten jahrtausends)
* wenn wir uns ausliefern, wird uns etwas geliefert (von den vielen möglichkeiten, uns unserer träume zu erinnern)
* was ist der traum eines berges? (manche träume sind heilig und du solltest nicht an ihnen heruminterpretieren)
* in träumen erfüllen wir uns unbewusste wünsche (von den vielen erklärungen für unser träumen)
* alles was wir tun hat folgen (von träumen, die schatten alltäglicher erfahrungen sind)
* im dunkeln ist gut munkeln (von der heilkraft der dunkelheit oder: wie ‚optisches fasten‘ zu grundsätzlichen klärungen unseres geistes führen kann)
* vollständige umwandelbarkeit (wie wir unsere physische existenz durch magische träume verwandeln können)
* die götter brauchen uns ( von begegnungen mit traumlehrerInnen, oder: warum träumende von spionen aus paralellen welten ein besuch erhalten)
* wachräumen (wie wir mit träumen unseren geist vom verhaftet sein an problemen zum licht des selbstbewusstseins bewegen können)
* in das umfassende unbewusste reisen (die entdeckung des luziden träumens)

 

 

vom leben in der traumhütte

„vom leben in der traumhütte“

kontakt:
bernhard schlage
in der steinriede 7
30161 hannover
www.bernhardschlage.de
post@bernhardschlage.de

dieses werk kannst du gerne hier erwerben: vom leben in der traumhütte 

magst du träume? erinnerst du vielleicht, einen, dich über besonders lange zeiträume, begleitenden traum? oder kennst du andere werke die dich berührt haben? teile hier gerne deine empfehlungen wie auch traumerfahrungen mit!