sagt man, wenn sich kinder im laufe ihres lebens ähnlich entwickeln wie ihre vorfahren, weil bestimmte eigenschaften oder verhaltensweisen innerhalb der familie weitergegeben oder vererbt werden. bei den alten germanen, vor allem bei den niederdeutschen und westfälischen sippen, gab es in vorrömischer zeit die institution des abfells (ahd. ümpel). der abfell war ein zwilling, in einer neumondnacht geboren, dessen bruder – nur männliche nachkommen kamen hierbei in frage – in einer stammesfehde gestorben war. für einige zeit bekam der überlebende zwilling, der abfell, zum trost zahlreiche vergünstigungen eingeräumt: er durfte jede nacht eine frau seiner wahl zu bette führen, so viel met trinken, wie erlese hier meer