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geschichten leben vom übertreiben

rein zufällig an einem sonnigen sommertag, wie das leben halt die umstände zusammenstrickt und die schwingung zueinander führt , traffen sich ihre blicke. er ein langer , frischer gut ausschauender junger mann  mit dem sanftestem charakter das sie je zur spüren bekommen hat und sie, eine liebevoll heitere seele, gaben der anziehungskraft die chance, den funken der liebe und ihrer magie in dem unendlichem raum der mehrdimensionalen welt in der sie zu leben wagten, entstehen zu lassen.

die welt, die aus träumen und lust bestand. glitzernde fäden, die die wolken durchstreiften um dem himmel eine mixtur aus pastellfarbenden  nuancen  ein türkis hell blaues gesicht zu verleihen. eine welt, die durch den willen zum frieden und harmonisch klingenden begierde, einem unhervorgesehenem geschmack der sinne und ihrer leidenschaft, der freude den vorrang gewährte. einer welt in der die angst sich in neugierde wandelte und die offenheit , den gefühlen freien lauf liess.

„guten morgen meine liebe“ flüsterte er leise. sie hatte die augen noch geschlossen und drehte ihren warmen körper in seine richtung um, um noch wenige minuten in seinem arm, das gefühl von der ihr vertrauten geborgenheit zu geniessen und auch seinem herzschlag zu lauschen.
der sommer neigte sich dem ende. letzte nacht, ein neumond, der den auftakt für das wochenlang andauernde farbenspiel in den kronen der riesen zu schau stellte. einfach so, um uns menschen freude zu bereiten und uns auf die kommende periode sinngemäss einzustimmen. der wein, der auf anns terrasse in einem großem kübel wohnte, färbte seine filigranen blätter, die in einem phantastisch leuchtendem burgundrot und bräunlichen tönen das auge des betrachters erfreuten . laut prognosen hat der herbst begonnen sich in seiner vielfalt dem menschen von seiner schönsten seite zu offenbaren. der zweite im september. ein tag welcher das wochenende ankündigte.

ihre begegenung war schnell, stürmisch und wild. er liebte sie in allen formen und variationen die die kunst zu bieten hatte. familie hatten sie im sinn. kinder, die fröhlich und lebendig waren. am liebsten fünf, wenn es nach ihr gehen sollte. ann träumte ganz gross.

tief in seinem herzen bewahrte er die liebe und den wunsch mit den anderen kindern zusammen seine zeit verbringen zu mögen. er war selbst so gerne noch ein kind und ihm stand das verrdammt gut zur gesicht. seine ansteckende fröhlichkeit, witz und sein humor konnte er beinahe in jeder situation einsetzen, so dass die menschen die traurig oder verschlossen waren, plötzlich wieder lachen konnten und sich dem leben wieder zugewandt haben. er zeigte ihnen auch wie sie diesen zustand so oft wie möglich beibehalten können bis er zu ihrem alltag ganz hinzugehörte. ein zustand in dem der mensch nur noch liebe und glückseeligkeit spürte. sich bei sich und mit anderen wohl fühlte. ein zustand der in ihrer anwesenheit nur noch fast göttlich genannt werden dürfte. eine göttliche kraft die durch und durch eine mächtige heilkraft um sich verteilte.

man nannte sie erwachsenen jedoch sie fühlten den nahen kontakt zu kindern besonders gross, warscheinlich, weil sie einen guten kontakt zu ihrem eigenem inneren kind stets zu halten wussten, so war der draht zu anderen kindern auch später als sie bereits gross gewachsen waren, ein sehr guter und stimmiger zugleich. offene herzen. offene seelen. offene ohren. offene augen. und der geist, der war immer dabei und begleitete die beiden auf schritt und tritt sie umhüllend wie in einen kokon aus seidenweissen federn, die der wind in der luft herumgewirbelt hat. überall wo sie hinkamen sprudelte es feder. federn, die auf die anwesenheit von engeln haben hinweisen wollen. engeln die in der unsichtbarer nähe immer spürbar waren.

ann liebte ihre arbeit  und immer wieder bewiesen ihr das die menschen die zu ihr kamen. mit jedem neuen menschen kam auch eine neue geschichte zum vorschein. „geschichten leben von übertreiben“, sagte er oft, erinnerte ann seine worte, die auf den gemeinsamen fahrten durch die strassen des universums oft in richtung der sich im auto befindenden personen von ihm immer wieder wiederholt wurden. ann hatte den eindruck, dass er auch gerne geschichten erzählt und die, die sie von ihm bereits gehört hat, konnte er auf eine art sagen, wo man auch gerne und interessiert hinhörte. mehr davon wünschte sie sich sehr. und mehr von ihm. sie war verliebt über beide ohren und bis zum himmel hoch hinaus und zwei mal um die erdkugel herum.

am morgen kam sisi auf ann drauf und schmatzte mit der zunge an anns rechtem ohr herum. ann lag noch auf der linken seite des körpers, welches sie bewohnte, die bilder des voranschreitenden traumes erinnernd. ein portmonee  hat sie darin gefunden, es waren fotos und auch etwa hundertzwanzig euro in dem lederbeutel drin. ann ging auf den mann zu, der an ihr vorüber ging, denn sie wusste wem das etui gehörte. eine wackelige leiter müsste sie dafür nach oben klettern, die als treppe im gebäude diente. der leiter fehlte eine strebe so griff sie später das telefon aus der tasche um bei dem hausbetreuer diesen zustand anzuzeigen.

noch im gefeder liegend hörte sie die vögel am himmel vorüber fliegen. der stimmen nach müssten das gänse sein, erkannte sie. der tag schaute noch gräulich aus und war wohl noch nicht ganz erwacht als ann noch an die letzte nachricht dachte, die sie ihm zukommen lassen hat. sie schrieb: „ob ich hier auf dich warte oder an einem anderem ort selbiges tue, macht das einen unterschied ? was denkst und fühlst du im moment. was bewegt dich. die fragen kommen schubweise und dann verlassen sie mich“. ann wartete seit einer woche bereits auf ein lebenszeichen von ihm. er ging nicht ans telefon und rufte sie auch nicht zurück. sie sorgte sich bereits, denn dies kannte sie von ihm noch nicht. es verging genau eine woche, seit dem sie sich das letzte mal getroffen hatten.

für ann stand die zeit still. sie besass keine uhr und kümmerte sich auch nicht darum wie spät das sei. immer wusste sie jedoch, wann der richtige zeitpunkt sei. ihre innere uhr war sich mit dem rhytmus einig und es störte sie kaum noch, wenn andere leute meinten, ihre zeit damit zu verschwenden, immer nach der vorgelegten zeit zu funktionieren. die welt erschien ihr zunehmend grotesk und bizarr, so als ob viele der menschen in einen rhythmus eingesperrt waren, welcher so gar nicht ihr natürlicher war. ein angelernter und an die kulturelle bedienungen angepasster rhytmus in einem takt welcher vor dem uhrzeiger vorbestimmt war. sie sah viele gesichter, die müde, lustlos und  erschöpft wirkten, kaum noch freude ausstrahlten und doch schienen sie innerlich noch zu brennen. eine klein glut war spürbar. die zeit ist gekommen, wo das holz für die kamine und öfen gesammelt wurde um das feuer darin zu entfachen.

 

 

herzlich willkommen