erfahrungen und referenzen

an diesem ort möchten wir dir, eine sammlung von erkenntnissen und die persönliche erfahrung einiger klienten unserer praxis präsentieren, die, die wirkweise der körpertherapie verbunden mit der selbsterfahrung, aus ihrer wahrnehmung und ihrem gefühl  heraus mit uns geteilt haben.

selbstbewusstsein

vor der arbeit bei anna, hatte ich probleme aus psychischer sicht gesehen mit dem selbstbewusstsein. sei es, das ich nicht mit dominanten personen umgehen konnte, oder aber auch mit dem thema eifersucht und verlustangst zu kämpfen hatte. körperliche beschwerden hatte ich in form von nacken und schulterschmerzen (verspannungen). schon nach der ersten behandlung kamen bilder von meiner verstorbenen oma zum vorschein, von der ich mich nicht richtig verabschiedet hatte.
ich konnte auch gut mit annas atemübungen die verspannungen im schulterbereich und im körper wegbekommen, dieses wiederum machte mich viel lockerer und gefühle wie ängste und eifersucht, lösten sich zum größten teil auf. aber genauso habe ich auch den umgang mit dominanten personen in den griff bekommen oder kann jetzt besser mit ihnen umgehen. nun, sie müssen jetzt lernen damit umzugehen, dass ich meine meinung sagen kann. im ganzen bin ich selbstbewusster geworden und habe gelernt in mich reinzuhorchen was ich möchte und was mir gut tut und bin sogar in der lage gruppen anzuleiten. „vielen dank“ an anna.


reinigung

nach einem tag wo ich vorher mit vielen unterschiedlichen menschen zusammen kam und mich dessen energien unmittelbar auch geöffnet habe, fühlte ich mich innerlich sehr schwach und weinerlich. ich legte mich am boden und atmete ein und aus den bauchnabel in die erde pressend. nach einigen minuten kam ein reinigendes gefühl in mir auf und ich spürte wärme die durch meinen bauch und dann zurück in die erde hineinflog. ich hatte das gefühl, dass ich jetzt von den umweltbelastungen ( die ich als solche empfunden habe) gereinigt werde und mit neuer energie von mutter erde versorgt werde. ich bin nach einiger zeit eingeschlafen und nach dem ich wach wurde fühlte ich mich leichter und ein wohliges gefühl breitete sich in meinem innerem aus.

 

verbundenheit 

ein weiteres mal war ich im wald. ich suche die nähe des waldes und der natur um dort kraft zu tanken, da ich oft im alltag zu erschöpfungszuständen neige, z.b. wenn ich mit vielen menschen zusammen bin und ich denen permanent meine aufmerksamkeit schenke, fühle ich mich nicht selten schon am nachmittag „ausgesaugt“ und kraftlos.

auch wieder solch ein ereignisreicher tag bewegte mich dazu die ruhe und kraft des waldes spüren zu wollen.

ich suchte einen ort auf an dem ich des öfteren schon einen ruhe platz gefunden habe. mit kleinem moor und kiefern umgebene und in sonne durchflutete waldlichtung auf der normalerweise die wildschweine auch ihr platz zum spielen gefunden haben. die vögel zwitschern und sonst streichelt nur der wind meine wangen und das haar während ich mit geschlossenen augen die sonnenstrahlen auf meinem gesicht geniesse.

ich lege mich auf den boden mit der absicht mich mit der mutter erde zu verbinden.

ich liege und atme ein und aus, meine augen sind geschlossen, ich atme die erde ein, der duft der erde durchdringt mich und all meine zellen. ich atme weiter und weiss, bald werde ich einschlafen. in einem zustand kurz vom einschlafen spüre ich wie sich mein bauch mit der erde mitbewegt und habe das gefühl das die erde in mich zurück atmet, ein wellenförmiges atemeinklang mit der erde entsteht. ich atme weiter und geniesse die verbundenheit alleins mit der erde zu sein. ich spüre gleichzeitig die sonnenstrahlen die meinen nacken liebkosen und ich geniesse es in den schlaf von der natur hinein geschaukelt zu werden. ich schlafe ein.

wunschberührung

wahrnehmungen aus der sicht der gebenden:

nora äusserte den wunsch, dass ich meine hände still auf ihre schulterblätter lege und ihrem atem folge.

es hat mir spass gemacht ihrem wunsch gefolgt zu sein. ich mag das, wenn menschen wissen, was ihnen gut tut oder nicht und es auch äussern können. hier mochte ich sehr gerne ihrem wunsch nach einer berührung zu folgen und versuchte die ganze zeit, die aufmerksamkeit auf uns beide zu richten. die meiste zeit fühlte ich mich mit nora verbunden. hin und wieder verlor ich den kontakt zu ihr dadurch, das ich auf andere kurz schaute oder den gesprächen der anderen kurz folgte. als ich bemerkte, dass ich nicht mehr bei ihr bin, bin ich wieder schnell mit der aufmerksamkeit zu ihr zurück gekehrt. es war ihre zeit, und ich wollte eigentlich mit voller konzentration bei ihr sein. 

sie bat mich dann noch die hände in der mitte ihres rückens zu legen und dann noch im lendenbereich sowie an den äusseren rippenbogen. als sie eingeatmet hat, habe ich auch eingeatmet. als sie ausgeatmet hat, habe ich auch ausgeatmet. vom gefühl her spürte ich als meine hände in dem oberem bereich ihres rückens lagen, eine hohe wärmeintensität in meinen händen, in der mitte ihres rückens, unten und an den seiten war das nicht so. während der übung genoss ich die stille zwischen uns sehr. 

am ende der übung tauschten wir noch kurz unsere erfahrungen aus. nora erzählte das es ihr sehr gefallen hat.

wahrnehmungen aus der sicht der nehmenden:

ich bat nora meinen kopf sowie die stirn und die schläfen zu massieren. ich genoss die stille dieser übung. nora führte sehr langsame bewegungen von meiner stirn, dann von zwischen den augen ausgehend über die augenbrauen ausleitend. dieser langsamen bewegung habe ich mit meinem innerem auge gefolgt. ich spürte die anspannung dieser bereiche sehr und empfand freude durch diese langsam ausgeführte bewegung erleichterung zu spüren. ich genoss ihre berührung sehr.

zwischendurch kamen mir gedanken in den kopf, dass ich genervt von dem geplapper von den anderen teilnehmern, da ich sehr gerne stille um mich rum hätte, um mich dieser berührung hinzugeben. ich fühlte mich von den vielen geräuschen im raum von mir und meinem genuss abgelenkt.

es gab einen augenblick wo durch die berührung von nora, ich mich innerlich auch sehr berührt fühlte. mir fingen an, die tränen zu laufen. im erstem moment wusste ich, das gefühl in mir  und die darauffolgenden tränen nicht zuzuordnen. dann besinnte ich ein augenblick darüber was es sein könnte und mir fiel dann gleich ein das es freudentränen waren, über die dankbarkeit, die ich verspürt habe, die durch die berührung entstanden ist. ich war dankbar dafür, das sie sich mir zuwendet und ich es gerade geniessen darf. ich spürte das sie da ist.  

erinnerung

ich liege eingewickelt in eine decke. meine begleiterin hat mir die decke über meinen kopf gelegt. ich spüre augenblicklich ihre zuwendung mir gegenüber, welches ein sehr freudiges gefühl in mir auslöste. ich liege auf dem fussboden, auf einer matte, bin eingerollt wie ein embryo. mir ist warm und ich fühle mich zunehmend wohl.

meine begleiterin fragt mich, ob ich ein bild vor augen habe als ich noch ein baby war. ich erinnerte ein bild, welches in meiner kindheit als bildersammlung zu hause lag. ich sitze auf dem fussboden, bin da vielleicht ein halbes jahr alt und lächle ganz breit über das ganze gesicht. ich sehe mich wohlgenährt und freudig.

ich erzähle meiner begleiterin von meiner mutter gehört zu haben, dass ich ihr kraftanker gewesen sei, mein bruder hat immer geschrien, sie hatte mit ihm viel stress und kam mit ihm nicht zu recht, dadurch würde sie immer nervöser, ich dagegen sei ein ganz liebes, ruhiges und stilles kind gewesen.

meine begleiterin sagte dann zu mir, dass es wohl umgekehrt sein sollte. meine mutter hätte mir ein kraftanker sein sollen und nicht ich ihr. ich nickte mit dem kopf und stimmte zu. dann kam die traurigkeit in mir hoch, dass ich wohl immer so stark sein musste, um anderen kraft zu geben, obwohl ich selbst ihre kraft auch hätte gebraucht, die ich dann aber seltenst empfunden habe.
die gebende streichelte mich. im augenblick spürte ich den wunsch, die weichheit und zärtlichkeit ihrer berührung auch zu besitzen. ich werde von aussen als starke, selbstbewusste frau gesehen, innerlich fühle ich es aber nicht. ich wünsche mir nach aussen hin auch so weich zu wirken wie ich die die gebende empfunden habe.

ich sprach dann von meinem vater und das ich erinnere, wie er meine haare kämmt und mir die läuse aus dem kopf versucht rauszubekommen (da muss ich so 13 gewesen sein) es war ein bild, welches in mir ein liebevolleres gefühl zu meinem vater auslöste. er kümmert sich um mich und wendet sich mir zu.

dann erinnere ich eine situation als ich ganz oft als jugendliche in meinem bett geweint habe und mir gewünscht habe, meine mama wäre jetzt hier um mich zu trösten und für mich da zu sein. ich habe mir sehr oft gewünscht eine mutter zu haben.

wie das war als ich noch eine mutter hatte ( bis 3 Jahre) kann ich leider nicht erinnern und auch nicht fühlen. war sie für mich da? hat sie mich liebevoll versorgt? oder war sie nur mit ihrem drama so sehr beschäftigt, das sie mich als kraftanker hat benutzen müssen um selbst zu ruhe zu kommen?