die würde sei antastbar. von der würde, dem sinn, ihrer antastbarkeit, ihrer existenz.

die würde sei antastbar

es hiess, das, das afrikanische traumkraut, die traumbohne oder meeresbohne genannt, eine begleiterin war, die die verwirklichung der visionen und lebhaftes traumerleben eines jeden träumer unterstützte. die afrikanische traumkrautsamen waren bekannt für ihre langjährige kulturelle bedeutung, ihr glückliches wesen und die fähigkeit, lebendige, nachhaltige und einprägsame träume zu schenken. der überlieferungen nach wer ein träger eines talisman, einer traumbohne war, ihm war ein glückliches leben vorbestimmt.

wegen der fähigkeit der pflanzen, ihre extrem große samen auf der ganzen welt verbreiten zu können, hat man den afrikanische traumkrautsamen von kultur zu kultur verschiedene bedeutung gegeben, meist jedoch hatten diese bedeutungen eines gemeinsam und das war die erkenntnis, daß diesen samen magische kräfte entstammen. die extrem großen samen der entada rheedii wurden über jahrhunderte von den indigenen stämmen afrikas verwendet. geschätzt als wichtiges pflanzliches heilmittel, wurden sie auch in schamanischen praktiken genutzt, als eine möglichkeit, um mit den geistern der ahnen in verbindung zu treten. von den samen wird auch gesagt, daß sie glück bringen, weshalb sie als talisman getragen werden.

die würde sei unantastbar. so habe man eine idee in stein gemeisselt. man kann sie also nicht tasten. nicht berühren. doch wenn man die würde nicht berühren kann, dann woraus besteht ihre essenz. ann verliess der sinn und die neugierde nicht, sich dieser vom menschen für menschen, tiere und pflanzen erschaffenen verfassung doch noch etwas zu nähern.  als grundlage ihrer vermutungen, nahm sie die erwägungen ihrer kollegen ernsterweise als ausgangspunkt wahr, um der spur ihrer behauptungen, also einem horizont, einer weite, der ein teil der natur und keine verzerrte darstellung der aus dem ursprung eines verfassers stammenden herzensangelegenheit war, dessen einsatz und durchsetzungskraft, der welt, eine bleibende form, der neu geborenen lebewesen ein inmaterielles erbe zu hinterlassen, ein versuch war, dem kern der auswirkung so nahe sein zu können, wie das notwendig sei, um die seele, die in jedem von uns ihren platz hatte, nicht im keim zu ersticken.
der überlieferung nach, tauchte der begriff der würde, die dem menschen auf grund seines menschseins zusteht, bei dem römischen philosophen und staatsmann cicero (100 vor christus) auf. die würde, wurde sprachgeschichtlich mit dem wort „wert“ gleichgestellt und bezeichnete anfänglich den rang, die ehre, das verdienst oder das ansehen einer einzelnen person. in allgemeinen sprachverständnis bezeichnet würde den achtung gebietenden wert ( synonym; jemand mit respekt begegnen) eines menschen und die ihm allein auf grund des menschseins und nur deswegen, zustehende freiheit. so schien die würde auch mit der freiheit verwandt, keine sich von einander unterscheinende maxime, sondern ein zusammenwirkendes und mit einander verwebtes potenzial zu sein.
was oder welches verhalten als würdig oder nichtwürdig empfunden wurde, konnte bisher weder allgemein definiert noch eine konstante und feste form bekommen, da die idee, wie scheinbar alle von uns menschen erschaffenen vorstellungen, andauernder in bewegung gehaltenen transformation unterworfen zu sein schien. welches eigene verhalten ein mensch als mit seiner würde vereinbar ansieht, wäre daher subjektiv anders, jedoch nicht unterschiedlich von jedem selbst anzuerkennen. unterschiede sind merkmale und der wert der würde schien hier im inneren eines jeden menschen, sein leben zu (be)stimmen.

„in meinem innerem liegt die würde“, wiederholte ann nachdenklich.
„hallo würde, wie gehts“ sprach sie die in ihr liegende würde an, und ein augenblick danach meldete sie sich zurück und ann deutete dies als ein symbol, die würde  sich von ihr wahrgenommen, wertgeschätzt, angesehen und anerkannt fühlte. ein tiefer atemzug. die gegend wo im oberkörper viel platz vorhanden war, wo unter den rippen das herz und die lunge ihr zuhause hatten, da, irgendwo so formfrei und fast transparent und farblos, da schwebte die würde, den brustkorb hochhebend und ein lächeln breitete sich im gesicht der, die sich wahrnahm. völlige stille und verständnisvolle annahme. wie verbündete fühlte sich das im kontakt mit mir zu sein. mit mir die würde. unabhängig von lebensumständen oder von jemand anderem bedingtem verhalten, stand die würde jedem und allem geschöpf in unserer welt, die wir erde nannten, frei. jeder konnte sie spüren. jede mit ihr gehen. meine natur nahm ich zeitweise wahr, wie des einen chameläon. ich konnte mich am meine lebensphilosophie gut anpassen, meinem leben eine gestalt geben, mir ein zu hause.

giovanni pico della mirandola stellte die natur des menschen als die freiheit , sein wesen selbst zu schaffen dar und sagte, die würde ihre wurzel in des menschen fähigkeit zur selbstbestimmung hat. die freiheit ein selbstbestimmtes leben zu leben war jedem vom zeitpunkt der zeugung schon gegeben und doch schien mir, waren wir, die großen, wie die von der macht und gier  eingefangene tauben, die das neu gewonnene leben der kleinsten unter uns so oft nicht respektierten ,die von generationen davor erschaffenen werte und ihre vorstellungen bedenkenlos übernahmen ohne uns je gefragt zu haben; bin ich einverstanden, auf sie unsere bilder projizierten und ihnen nicht einmal die chance gegeben haben ihre eigene phantasie zu nutzen, ihren atemvolumen, der in ihrer brust innewohnenden würde einen raum zu lassen. wir, die großen vernarbten riesen, waren doch selbst einmal mal klein und das schlimme dadran war, wir übten die macht willentlich aus, schon fast automatisch die uns so sehr in der fremd erschaffenen schamlosigkeit, in ein unwohlsein stürtze, welches uns auf dauer ein  stetiger begleiter sein sollte.  der mensch handelte nach seinem freien willen und mir war so manches mal übel geworden, ich den gedanken dadran verlor, wieviel unschuldige geschöpfe, frischgeschlüpfte wesenheiten von unserer mächtigkeit in besitz genommen, ein da sein erdulden mussten, bis sie sich zu wehren behaupten konnten. die würde sei unantastbar. und wenn ich, der mensch in meiner vollkommenheit, der ausdruck der würde bin, dann ist der tastsinn, der berührungssinn etwas, was der würde in ihrer schönheit eine formlose sinnhaftigkeit verleiht.

und wenn du dich jetzt in diesem moment selber wahrzunehmen weisst und das innere deines wesens fühlst, was würde die würde dir sagen wollen, wenn sie zu dir hätte sprechen können. wie würde ihre stimme klingen, wenn du bereit bist zu horchen. vielleicht hätte sie eine andere form als die des weiblichen, vielleicht wäre sie bekleidet noch ohne gewand. welche empfindungen nimmst du wahr. bist du erregt, spürst dein pochendes herz, eine in die kehle aufsteigende hitze oder dich warm und in sicherheit gewogen. vielleicht auch die füsse.
die würde kann so vieles sein doch wichtig ist vielleicht, was sie für dich bedeutet. stell dir vor, deine haut sei ein sprachinstrument, dessen tonlage du selbst bestimmen kannst. welchen ton kannst du empfangen, du dich vielleicht jetzt selbst berührst. selbst tastest. unantastbar wäre die würde demnach nicht. und wenn ich mir als würde in person selber begegne, welche qualität hat die an mich selbst gerichtete würde. welche art von berührung ich mir selber geben kann, bestimmt hier vielleicht, wie die art sei ich selber be(hand)elt werden mag.

eine solche selbst behandlung kann damit zusammen hängen, wie ich handele und ob ich in übereinstimmung mit meiner persönlich für mich erkannten wahrheit bin. sie kann aber auch die konsequenz dessen sein, wie jemand mit jemand anders umgeht. mit anderen worten wie ich mich behandele so behandele ich den rest der welt.
schon aristoteles behauptete: „am anfang war die berührung.“ wir können uns vor der würde nicht winden, nicht von ihr frei sprechen lassen. jeder ist des eigenen hauses ein wirt. sobald der wind eine lerche wider ihren willen über ihren besitz hinaustreibt, verstummt ihr lebensfroher gesang denn sofort wird sie unsicher und ängstlich und auch die luft keine balken besitzt an denen man grenzmarkierungen aufbringen könnte, die, die quelle der würde tasten kann und die würde besitzen zu wollen wäre hier vielleicht dem versuch den wind einzufangen gleich.

die würde liess sich auch nicht im supermarkt blicken. und du brauchst nichts dafür zu tun, damit du in würde oder mit ihr in frieden leben kannst. würde war wie freiheit, sie brauchte keine spezielle einladung um zu kommen. niemand brauchte sich ihr schämen oder ein sklave eines wertes zu sein, den wir hauptsächlich in materiellem zu finden gewohnt waren.

und das schöne an der geschichte war, dass wir auch in der lage waren, die gewohnheit im jedem augenblick verlassen zu können.

sie schrie und rufte und niemand konnte sie hören. ihr mund war geschlossen, es waren innere rufe. „hilfe, hilfe“. sie konnte den mund nicht weiter öffnen, die rufe waren stumm. sie hörte sich selber um hilfe rufen und ihre kehle vibrierte. ich sah mich in einer badewanne voller wasser ertrinken, mein kopf an die linke schulter gelehnt, gesenkt und niemand war sonst da und dann konnte ich aus dem traumerleben aussteigen. wie war das möglich? ich konnte mir das nich erklären, wieso mein traumerleben derartige haltung eingenommen hat, ich hatte keine angst vom sterben und wusste das mir nichts passieren kann. doch vielleicht weil die knochen ehe nicht mehr reparabel waren und mir alles andere daher gleichgültig.
als ich wieder wach wurde ging ich zum wald um mit ruhe und der natur zusammen zu sein. ich ging sehr langsam, auf dem weg rosa, gelbe und grüne blumen. ein holzhäuschen das man hätte betreten können um aus der ferne ausschau zu halten. ich blieb unten und an einer abzweigung stehen. ich schaute hoch in den himmel und erblickte das blau und einige gekräuselte weisse wolken drauf. wie schön der kontrast zu dem mich in einem satten grün umgebenden wald auschaute. das alles versetzte mich in ein tiefes staunen und dann hörte ich die vögel die zwitscherten und erblickte einen schmetterling, eine biene, eine spinne und das feuchte netzt auf dem sie so friedlich ruhte. ich hockte mich hin, dem boden sehr nahe, welch eine wunderschöne welt, die mich umgibt. noch waren sie nicht da, ich dachte bereits pilze gesehen zu haben.
einmal, da als ich in den wald hinein ging und oft die wege verlassen hatte, da hatte ich erst einen pilz erblickt und als ich mich hockte und da so still fühlte und mich mit der umgebung einheitlich stellte, da sahen meine augen plötzlich sehr sehr viele pilze, die ich dann sammeln konnte. die wälder hier sind voller solcher köstlichkeiten. und wenn man darin spazieren geht dann begegnet man auch den bewohnern, die auf einen ohne furcht zugehen. selten als ich in den wald hinein ging konnte ich einen menschen darin antreffen. ich hatte aufgehört zu fragen. mich interssierte das nicht mehr, weshalb die leute so selten den wald und seine nähe nicht suchten. sie waren dort nicht zu sehen und warscheinlich war das auch besser so, mich hätte es sehr aufgewöhlt, hätte ich jemanden mit einem auto darin fahren sehen. sie beschäftigten sich mit anderen dingen. das war eben nicht mein ding.
im nachbarsdorf wusste ich eine allee ,wo apfelbäume am wegesrand ihren festen platz gefunden haben. ich fuhr dorthin und schaute ob schon welche den boden erreicht hatten und da fand ich einige der ganz grünen, die so speziell im geschmack meine lieblingssorte waren. sie waren klein und mittelgross. ihr fruchtfleisch schwer zu beschreiben. ich weiss nur wie sehr ich mich freute als ich ihn aufhob und da hineingebissen hatte. so saftig und auch etwas bitter aber auch süss. ich pflückte einige vom baum herunter und einige die auf dem boden lagen und keine so grossen verletzungen durch den fall erlitten hatten, und legte sie in den karton, der auf dem fahrrad gut befestigt war. kurz überlegte ich, wie ich weiter fahren mag und ob ich wieder lieber jenseits der zivilisation fahren mag oder auf der bundesstrasse bleibe und ich entschied den mir unbekannten weg richtung vogelpark zu nehmen. ich wollte noch den kuchen backen, kamm mir plötzlich die idee hoch und dann sagte ich mir, das ist doch eine gute idee und dann kehrte ich wieder in eine andere richtung wieder heim.

in letzter zeit war ich auch sehr den tränen nahe. oft weil meine freunde keine zeit für mich hatten und ich so viel alleine mit mir sein konnte. was war ihnen so wichtig, dass sie nicht ihre lebenszeit mit mir haben teilen wollen. ich konnte keine antwort in mir dazu finden und wenn ich sie anschrieb, hatten sie nichts dazu zu sagen. vielleicht wussten sie es selber noch nicht und taten was sie taten, wegen das was sie dachten, sie möchten lieber oder stattdesssen tun, als mit mir einfach nur irgendwas nicht zu machen oder nur einen belanglosen nachmittag bei einer tasse tee verbringen. nicht einfach was. für sie gab scheinbar noch sehr viel tun und noch mehr wollten sie machen und das war ihr leben. so und nicht anders und mir blieb kein ausweg als mich meiner freunde im wald zuzuwenden, den bäumen und den tieren und den vögeln. ich erzählte ihnen von der situation und sie sagten keinen blassen schimmer davon zu besitzen, was das mit der zeit überhaupt sein soll, als ich ihnen von dem phänomen zeit berichtete. sie hatten keine zeitrechnung. sie schliefen ein und wurden wach und dann waren sie hier und dort unterwegs und schliefen oder spielten oder sangen und dann legten sich wieder hin und träumten. sie kannten das nicht wie der mensch zu leben pflegte. später begegnete ich doch noch einem altem mann der auf einer bank sass und den kopf in richtung sonne hielt. ich sprach ihn an, doch dann hatte ich den eindruck, er wäre froh, ihn hätte keiner angesprochen. er genoss gerade die zweisamkeit mit dem licht und den sonnenstrahlen. genoss seine siesta.

auf der terasse konnten wir schon bohnen ernten. die grünen nicht die roten. alles andere wuchs so langsam vor sich hin. den garten der sich fast wie von selbst erschuff, den genoss ich ganz besonders. die pflanzenvielfalt und blumen die duften. nur die vanilleblume war noch nicht dabei und die war bartek eine seiner lieblingsblumen. ihr duft sehr intensiv, ihre farbe lila. wenn ich sie noch irgendwo in diesem sommer sehe, werde ich sie dir mitbringen.

elisabeth schrieb postkarten als ich ihr um die ecke zwei kuchenstückchen vorbei brachte. ich spürte es sei auch wieder an der zeit die räume zu räuchern und auch meinen körper. eine von den  traumbohnen legte ich in ein glas mit warmen wasser hinein damit ihre schale aufweichen kann. die anderen bohnen lagen noch auf dem schreibtisch im flur und eine davon schenkte ich bartek gleich nach dem die lieferung aus frankreich angetroffen ist. sie werde ihm glück bringen und sein leben träumen helfen. für mich legte ich auch eine davon unter dem kissen auf dem mein kopf lag und seit dem er da war, trug ich den talisman auch gerne in einer hosentasche.

beim anbruch der stille wurde wieder dunkel. nur ein kleines licht das diesem arbeitsgerät entsprang auf dem ich die worte formulierte, leuchtete so, dass ich noch habe schreiben können. ich besass keinen fernseher, auch kein radio mochte ich hören, geschweige mich dem darin ausgestrahltem voyeurismus hingeben. ich war seit mehr als zehn jahre ohne der stimmen der anderen folgen zu brauchen, die diesen geräten entsprangen, sehr glücklich und ich vermisste nicht ein einziges mal in der gesamten zeitrechnung einen einzigen tag, nur einige begegnungen, die vermisste ich sehr.

nami zeigte mir wieder wie wild, wie sie auf meinem arm balancieren kann, und leckte mich dann komplett am arm ab. die richtung der zunge war gleich der richtung des haarwuchses. das machen katzen oft. sie mochte das salzige meines schweisses. ihre zunge war so rau und warm, wie eine kratzbürste oder ein männerbart. dann griff sie mit ihren pfoten oft nach meinen fingern und morgens, da klopfte sie so zart an meinem gesicht herum. göttlich. die glätte ihrer pfoten. nur die nägel, die könnten etwas stumpfer sein. hatte inzwischen einige angeritzte stellen von baghira an meinen unterarmen, doch sie waren nicht so tief, man hätte eine narbe sehen können. sie lehnte sich in der armbeuge und ich spürte ihr warmes, weiches fell. die kleine süsse welle.

elisabeth erzählte mir noch von dem unfall. sie sei damals zwanzig treppen herunter gerutscht, es war kalt und winterlich draussen. als sie am boden lag, nahm sie sich wahr, war bei bewusstsein. die von der ersten operation sich in ihrem rechten knie befindende protese rutschte aus dem körper heraus. die naht war auf. sie lag so da und fühlte, wie sie von den leuten sie sich dort angesammelt hatten, während sie auf den krankenwagen warteteten, sich zunehmend unwohl fühlt. diese vielen augen auf ihrem zerstückeltem körper führten dazu, sie sich schämte. sie habe der nacht nicht gut schlafen können, denn sie schmerzen spürte. medikamente wollte sie nicht, nur wenn gar nichts mehr ging da nahm sie abends vor dem schlafen gehen einige tropfen von einem medikament, ihr von dem arzt verschrieben wurde jedoch kein cortisol oder morphium, sie brauchte keine lösung, die lösung brauchte sie oder zu mindest ihre so fröhliche art mit der sie jeden morgen neben ihrem lieben mann sich selber spüren konnte. der tag war wieder ein anderer. günter brachte mir ein herausgerissenes stück papier aus einer regionalen zeitschrift vorbei. er wusste, ich mochte lesen und das thema war eines der themen die mir mit am meisten freude bereiteten auch wenn ich dadrin oft unmenge an mühe hineinsteckte. es ging um den garten und essbare blüten und alles grüne was einem menschen so wohl tut.

was oder wer könnte mir jetzt wohl tun?

mein bewusstsein schien wie das des einen schimpansen, welches der entwicklungsphase eines zweijährigen kindes gleichzusetzen war. ich erkannte bilder. ich wusste noch, wenn oma noch leben würde, hätte ich mit ihr zusammen bohnen geschält, wie damals als wir zusammen die blumen aus ihrem garten auf dem wochenmarkt verkauften. auf diese weise hat oma sich so ein vermögen aufgebaut. in unserer familie waren fast alle irgendwie mit den händen am zaubern. onkel zum beispiel, war der ältere bruder meines vaters und der goss auf dem grundstuck wo oma den garten bewirtschaftete in einer doppelgarage kerzen, die er dann auch auf den selben markt brachte wo oma ihren festen stand hatte. die kerzen waren in gips gegossen und der docht war sehr dick. der andere onkel, der jüngste von den drei, er verkaufte obst und gemüse doch er war flexibler als die anderen, da er sich an verschiedenen märkten mit einem holzhäuschen dahin stellte und jeden samstag den menschen bei wind und wetter frisches obst und gemüse anbot. von meiner geburt erzählten sie mir nicht viel. der tag war kalt, klar und es war winter. ein nachmittag. im haus war jedoch immer warm. wir hatten zu essen, zu trinken, kleider und einen schwarz weiss fernseher im wohnzimmer stehen. die schulbrote, die oma machte versteckte ich oft hinterm sofa und vergass sie bis der tag des aufräumens kam, dann fand ich sie wieder. sie waren bewohnt und hatten lila flecken. heute sagt man dazu schimmel. natürlich zwang man mich nicht sie nochmal zu essen, wie das eine mal wo ich am tisch eingeschlafen bin, wo ich verweigerte fleisch herunterzukauen.  schon damals war mir nicht wohl, wenn ich tiere zum essen serviert bekam bis auf einige ausnahmen war fleisch essen für mich kein sonderbarer akt der groszügigkeit und die vorstellung, die sie von ihrer religion zu praktizieren gewohnt waren schmeckte mir ebenso nicht, doch die familie in die man hineingeschleudert wird, hatte ich mir scheinbar schon zuvor ausgedacht, sonst wäre ich anderswo als dort zu welt gekommen. mein bruder und ich machten oft eine grosse runde als es am sonntag hiess in die kirche zu gehen. dort war oft so kühl und die luft war so schlecht. man sah viele menschen in reihen nebeneinander herumsitzen und sie hatten alle die besten kleider an. sie waren nicht nackt. nein. doch der schein, der ist oft nicht rein. und jeden dort auf der bank sitzenden mann oder frau mochte man sich ohne bekleidung auch nicht so sehr gern anschauen. kleider hatten aber auch einen positiven effekt. sie dämmten gerüche und fingen körperflüssigkeiten auf die ohne dieser so fabelhaften erfindung der nase des nachbars unverborgen blieben. die künstliche hülle die heute den körper des menschen eng umgibt, hatten die neandertaler mit dem aufkommen der eiszeit erfunden. die möglichkeit, unterschiedlich stark wärmedämmende kleidung verwenden zu können, erhöht auch die menschliche flexibilität, sich in sehr unterschiedlichen klimazonen aufhalten zu können. der älteste nachweis pflanzlicher rohstoffe als materialien für die textilherstellung (z. b. leinen oder hanf) ist z. b. bei leinen auf einen zeitraum von 36.000 bis 31.000 jahre datiert. archäologische funde von chemischen relikten des seidenproteins fibroin in zwei 8500 jahre alten gräbern liessen vermuten, dass jungsteinzeitlichen bewohner von jianhu die seidenfasern bereits zu stoffen gewebt haben.

die abgrenzug durch kleidung scheint heute ein liebgewordenes merkmal der nonverbalen kommunikation und diennt dem manschen als zeichen der zugehörigkeit. als symbol und kommunikationsmittel, das ein breites spektrum an signalen zur verfügung stellt, die uns die abgrenzung demonstrieren soll.

es regnete in strömen. das unaussprechliche auszusprechen, das nichtfühlbare zu fühlen, das undenkbare zu denken. würde, sie zu achten und zu schützen ist sie selbstverandwortung eines jeden einzellnen. die zentrale aufgabe sich selbst zu würdigen zu erfahren. wir sollen also kämpfen zeigten uns die wahlplakate die grundhaltung desjenigen der sich wählen lassen wollte. soll der kampf uns ein gut sein, mit dem wir unseren kindern und enkeln zu zeigen üben, wie wir uns zu leben versinnbildlicht haben. die faszinazion aufrechterhaltend. ist das nicht etwas paradox, wo wir uns doch so sehr nach dem frieden sehnen. durch kampf dem frieden entgegenkommen, eine bewegung der neuen zeit. zu groß erschien mir das feld, zu unrealistisch und seltsam wirkte das ganze obendrein, ich mich in der lage fühlte, mich mit dem thema des kampfes zu befassen. der mühe war es mir nicht wert. meine rechte hand streichelte an meinem oberschenkel entlang. berührung als ausdruck von würde, schenken jeder lebenslust die freude und wer seines lebens freund und froh sei, dessen absicht keinen so hohen ansprüchen gewidmet sei.
seit jahrhunderten werden wir in europa lebenden menschen dazu „erzogen“, unser leben jederzeit bewusst zu steuern und zu beherrschen und uns niemals gehenzulassen. als reine „verstandesmenschen“ sind wir also zwanghaft darum bemüht, ständig unsere sinne zu blockieren, weil vielleicht jeder sinneseindruck in uns ein spontanes gefühl hevorrufen würde. die heftigsten emotionen löst im allgemeinen der tastsinn aus – nicht um sonst leitet das wort „gefühl“ aus der erfahrung des tastsinn her. die durch den tastsinn verursachten emotionen können dermaßen überweltigend sein, das der verstandesmensch fürchtet, unter ihrem einfluss den „kopf zu verlieren“.

wer nicht mit allen seinen sinnen oder werten wie z.b der würde in übereinstimmung lebt, dessen leben scheint sinnleer und lustlos. die haut ist unser am frühesten entwickeltes kommunikationsmittel und gleichzeitig unser wichtigstes sinnesorgan. trotzdem lassen wir ausgerechnet diesem elementaren ursinnesorgan nur die geringste „aufmerksamkeit“ angedeihen. unser gehör können wir kultivieren, in dem wir musik oder uns der geräusche der natur hingeben. der pflege und entwicklung des geschmacksinnes diennt uns die esskultur, und der geruchssinn lässt sich mittels bewusster wahrnehmung sinnlicher duftkompositionen verfeinern. den bedürfnissen unserer augen, kommen die werke der malerei und architektur entgegen.
verwunderlich dann, bieten sich nur wenige gelegenheiten, unseren tastsinn mit hilfe von berührungserlebnissen zu sensibilisieren. die empfindungsfähigkeit unseres hautsinnes scheint daher unterentwickelt, und je mehr dies der fall ist, umso kriegerischer und lustloser gestaltet sich unseres leben. dabei erfordert es gar keinen besonderen aufwand, ein gefühlreiches leben zu führen; öffne dich für den sinnlichen kontakt zu menschen, denen du dich verbunden fühlst.

herzlich willkommen