der ort an dem das unmögliche möglich wird

der ort an dem das unmögliche möglich wird

lilie und der ort an dem das unmögliche möglich wird

der raum verwandelte sich in eine wolke aus berührender augenblicke, die uns durch die sinne hautnah begleiteten. sie zog die luft durch die flügel der  sich in der mitte ihres kopfes befindenden organes, tief in das innere hinein,  um mit der komposition dem zentrum oder anderen teilen ihrer inneren landkarte einen hauch von liebkosung  zu schenken. woran erinnert mich der duft des wassers, was fühle ich wenn ich den nektar einer mich in ihre bahn anziehenden blume schmecke? die begierde um die es sich  drehte, handelte von lili.
lili war eine blume. ihr name, die lilie, war im alten griechenland die blume der hera, die gleichzeitig die gattin und die schwester von zeus gewesen sei.  der sage nach sei die lilie aus verschütteten tropfen der milch ihrer brüste entstanden als herkules von diesen trank. ihr betörend süsser und intensiver duft war es, der sie immer wieder in ihre bahn zog und welches ihr half, orientierende hinweise zu entdecken, wo der schlüssel für die grosse, türkisblaue tür sein konnte, die ann im haus des freundes entdeckt hat.
„immer der nase lang“ flüsterte sie leise, den sobald man in den korridoren etwas hinein rufte, trug das echo die worte in alle winkel der räumlichkeiten, die wände mit dem lebenshauch wärmend. ann spürte, dass die kälte die grundatmosphäre der räume auszumachen drohte in denen dieser mensch wohnte. alles war mit schnee bedeckt. die fenster nahmen formen an die darauf deuteten, dass es dem wind zu jeder zeit offen stand, hinein kommen zu können. die scheiben der runden fenster, waren mit vielen eisblumen bedeckt. ann überfiel ein kalter schauer, sie erstarrte und spürte wie ihr die haare an den armen der beiden gelenke, die zu ihrem körper passten, hoch gewachsen sind. „hui“ dachte sie bei sich, parallel nach der dicken wolljacke greifend, die ihre mom für sie gefertigt hat. die jacke half ann die temperatur ihres körpers anzuheben, so dass sie froh und munter weiter gehen konnte.

der freund lebte allein. er fühlte sich nicht einsam oder verlassen, ann mochte ihn jedoch regelmässig besuchen kommen um ihm kurz gesellschaft zu leisten, einen tee mit ihm zu trinken und den geschichten zuzuhören die sein lebensstil ausmachten. lauschen. spüren. wahrnehmen. früher als  constantin viel am reisen war,  hat er auch einiges von der welt sehen und erfahren können. seine erlebnisse waren derart abenteuerlich, das er uns kinder oft durch seine art hat in einen zustand der faszination versetzen können die uns begeisterte und unsere phantasie beflügelte. eine faszination, die die lust anfeuerte, die welt mit unseren eigenen augen zu sehen. sie selbst zu bereisen, sie zu befühlen. oft sassen wir in seinem arbeitszimmer, am kamin brannte feuer und der duft von zimt und warmer schokolade sorgte dafür, dass uns das wasser im mund zu tropfen begann. constantin liebte es ann und ihre freunde mit selbstgemachten köstlichkeiten zu verwöhnen und er war für sie immer ein verlässlicher ratgeber und helfer, wenn es darum ging auf die dinge entspannte blicke zu werfen. es bedeutete ihr was und sie hatte seine beständige und mitfühlende art sehr gerne, wohl machte er auch seinem namen die ehre, denn constantin übersetzt beständig hiess.

anns herz hüpfte vor freudigen erregung, denn sie dachte gerade an einen freund, der sie an jenem stürmischen tag besuchen kommen wollte. jedes mal wenn sie sich trafen, fühlte sie, dass er der richtige mann für sie sei. der, der sie aus einem vollem herzen zu sehen wagte.
chris war ein sehr aufmerksamer zuhörer, ein freund der kinder und ein mann mit ungeheueren menge an innerem reichtum und kraft, die schon fast wie eine fontaine aus ihm hinaussprüdelte.  eine fontaine aus regenbogenfarbenem licht mit dem er die biosphäre in eine art gesundes wohnen instinktiv zu wandeln wusste. der intuition war er sehr nahe und wahrscheinlich deshalb fühlte sich ann in seiner nähe gut . wir waren glücklich und wollten nichts, ausser ein gutes zufriedenes zusammen sein.
er kam des nachts ganz unverhoffter dinge als ann schon gar nicht mit seiner visite gerechnet habe. sie wurde von ihm ganz sanft geweckt und da er von grund auf ein sehr rücksichtsvoller mensch war schlich er sich ganz leise unter die dicke decke. nackt. körper an körper fühlten sie einander und die wärme des sich liebenden, liess sie nicht nur ihre herzen höher schlagen. sie liebte ihn und spürte, er liebt auch sie.

im zimmer breitete sich der duft der lilie aus. sie stand umgeben von anderen ihr unbekannten blumen, dessen mittig leuchtendes lemongrün sich von der sie mit einem weiss umrandeten, tiefroten blättern von den anderen abhebte, ihrem wesen einen anziehend interessanten look verleihend. sie standen alle neben dem bett in dem ann zu jeder nacht zu träumen wagte. sie bewunderte die unermüdliche ausdauer dieser lebendigen geschöpfe. „vor vierzehn tagen habe ich sie dem händler auf dem basar abgenommen“ freute sie sich über die  bereits so langanhaltende emotion die ihr durch die pflanze und ihre anwesenheit geschenkt wurde. sie liebte diesen süsslich aphrosidierenden duft, der die lust dazu einlud sich den raum zu nehmen den sie brauchte um leuchten zu können. das bedürfnis der lust mit dem sinnlichem zu verbinden war ann nicht neu. sie hatte freude an jeder erregbarer sekunde die den dopaminspiegel hebten und sie ohne drogen probieren zu müssen, sich auf natürlichem wege den emotional anhaltenden kick verschaffen konnte, der sie in einem zustand der pausenlosen glückseeligkeit verweilen liess. noch nie war es ein geheimnis das sex glücklich macht. an erster stelle der prioritätenliste stand er jedoch nicht. glück, was ist schon glück. aus der subjektiven wahrnehmung heraus verbindete ann das glück oft mit einem ihr innewohnendem gefühl des wohlbefindens. wenn sie mit ihm war knisterte es oft in ihrem körper und sie spürte wie als ob sie energie durchdringt die ihr erregt sein zum tage förderte. er war glücklich. sie hörte ihn und lauschte seinem atem das sich wie ein fluss dem tempo der unwillkürlichen körperimpulse anpasste. ein ozean von geben und nehmen.

der himmel war zart rosa und drängte in alle ihre zellen ungehindert hinein. ann öffnete sich für diesen moment um ihn in sich willkommen zu heissen. die leicht schwebende wolken hüpften vor der blauen kulisse und ann sah wie der wind ganz sanft die gewänder der bäume durch die lüfte trug. der augenblick ging schnell vorüber, denn als sie sich umdrehte um nochmal  die atmosphäre wahrzunehmen, war das rosa bereits durch ein dichtes grau bedeckt. „wie schnell solch ein schauspiel zu ende geht. unglaublich!“ staunte sie.

unverhoffter dinge wurde sie in die kartei des im lande wichtigsten agentur aufgenommen worden. c.i.a. central identity agency, war ein unternehmen dessen zweck war, die verschollene identität der menschheit wieder zu finden um sie dazu zu benutzen, für das persönliche wohl eines jeden staatsbürgers sorge zu tragen, ohne das der mensch je wieder sich sorgen machen brauchte. ein bisschen stolz machte es sie schon, von solch einem ehrenvollem club beauftragt worden zu sein, und auch wenn die aufgabe eine sehr herausfordernde zu sein schien, nahm ann sich dieser mit vergnügen an. „wenn nicht du, wer dann“ klang die stimme aus dem jenseits, ihr das nirvana versprechendste abenteuer ihres lebens andeutend, denn solch eine aufgabe schien eine lebenslang andauernd positive wirkung zu entfalten. in jeder beziehung. sie wusste nicht worauf sie sich da einliess und wo sie eigentlich mit dem suchen nach indizien anfangen sollte. die unendliche menge an möglichkeiten sprengte den rahmen ihrer vorstellungskraft in millionen von teilchen, die plötzlich frei in der luft und schwebend durch die gegend getragen wurden. „immer der nase nach, immer der nase nach“, hörte sie noch die erinnerung rufen und sie liess sich hinein in das tiefe dunkle loch hineinfallen, das ihr unbewusstes symbolisierte, welches ihr durch die träume jene antworten lieferte, die sie näher der frage kommen liessen auf eine antwort zu bekommen, warum sich der schlüssel, der in das loch der türkisblauen tür hineingehörte, ein versteck besorgen musste, um von jemanden gefunden zu werden. gab es ein geheimnis das es zu wahren hatte. ann rätselte herum wozu sie die türkisblaue tür öffnen soll und was der inhalt der überraschung war, die sich hinter der tür zu finden drohte.

die überraschung war eine schachtel. ein karton aus pappe das drei schubladen hatte. die erste schublade war gelb. die zweite grün und die dritte sah aus wie ein papagei, das gerade in einem eimer bunter farbe gestrandet war. ann sollte sie jedoch erst später erfahren, so bewahre die auflösung dieser geschichte so lange für dich allein, damit ann nicht schon jetzt die freude vorweggenommen werden kann, ok? versprochen? gut, dann geht es gleich mit der geschichte weiter. „jetzt mache aber gerne deine süssen augen zu und lass dich in das land deiner träume begleiten, dem ort an dem das unmögliche möglich wird und von wo du innovatives mit in die neue welt hinnehmen kannst, um daraus schöpferisches potential für das bauen von phantasiereicher luftschlösser  nutzen kannst“, sagte das herz und mit dem nächsten windhauch schlief sie ein, von ihren freunden, in die tiefe der sternenklaren nacht begleitet ...

 

herzlich willkommen