loic singt

ich spüre mich und sehe dich in fast jedem gesicht, jedem augenlicht, in jeder geste erkenne ich dich. so wie ich dich kenne. die erinnerung verblasste nicht. das englische wort „memory“ (erinnerung) hat eine griechische wurzel, die bedeutet, „sich um etwas sorgen, um etwas kümmern, etwas pflegen“. erinnerung wird lebendig, wenn wir uns um unsere erfahrungen kümmern, wenn wir uns zeit nehmen zu spüren, wenn wir den geschmack unseres eigenen lebensweges wieder in unserem körper fühlen. ein mann half mir plakate auf einer tafel aufzuhängen. in einem supermarkt wo viele menschen hin einkaufen gehen. sie hängen da jetzt ganz oben, fest, mit klebeband befestigt undlese hier meer

jetzt hier bei mir sein_anna mastalerz

  hier im duft des waldes und licht gebadet. hier, vor „meiner haustür“, brennesselglück.     hier, heilsame medizin empfangen. von hier harz für das herstellen von medizin und rituale und räuchern aufgesammelt.     hier, ein heilsamer ort. hier, ein platz zum auftanken. auftanken und geniessen, fühlen und sein. jetzt, hier, bei mir sein, da heim.lese hier meer

von der frau ohne zukunft, und plötzlich war alles klar

hier und jetzt glaubte sie an sich selbst und das reichte ihr vollkommen um die klarste antwort auf die fragen, die es gar nicht gegeben hat, doch zu erhören. sie hörte sich selbst zu, ihr gehör wurde gläsernd, wie eine scheibe durch die man den regen tropfen hören konnte und sie war sich der sache sicher. sie wusste ihre träume zu entschlüsseln, sie zu nutzen, sie waren ihr wichtig und sie hatten die heilsamste wirkung auf das leben selbst. nicht nur ihr eigenes, auf das leben vieler. das leben war nicht das problem, das leben liebte jeden. das leben sprüdelte voll leidenschaft und lust, geborgenheit, weitelese hier meer

und jeder der sein inneres nicht ...

der wind. der wind, er faszinierte mich. ich konnte nicht sagen, was das konkrete dadran war, er meine aufmerksamkeit in sein umfeld abzulenken versuchte. mich durch dich und deine blosse existenz immer wieder mit der gewissheit in kontakt, meiner eigenen intuition zu trauen, mich akzeptiert und angenommen zu fühlen war das gefühl jenes mich eroberte, ich an dich die gedanken verlor. so magisch und heilsam wirkte unsere kraft und ich spürte deine einsamkeit, der atem hob und senkte gleichmässig meine bauchdecke. meine aufmerksamkeit, meine seele, mein innerstes war mit allem in mir vereint und dies zu spüren schenkte mir die zuversicht, unsere verbundenheit eine auflese hier meer

ich verstehe mich und ich sehe mich als reisende-schöngeist

wir verstanden und sahen uns als reisende. wahrnehmende, fühlende, anmutig liebende, wandernde, gehende, schauende und mitfühlende wesen. wir. freunde der zeit in dessen gegenwart zu verweilen uns empfänglich und sichtbar für die augen des „fremden“ des „anderen“ uns genauso erscheinen liess, wie wir uns auch selbst gesehen haben . mit der zeit zu sein lebte sich leicht, er war mir sehr nahe. ja, richtig. er nicht sie. irgendwie mochte ich mir gerne sagen, die zeit eine männliche form habe. warscheinlich weil ich mich so sehr nach einem mann sehnte, nach meinem mann. wir waren gleich, und uns verband mehr als das uns je von einanderlese hier meer